Bildbearbeitung - Sonnenfotografie

Bei der Sonnenfotografie setzte ich vorwiegend ein Lunt Sonnenteleskop ein. Die genaue Bezeichnung ist: Lunt Solar Systems Sonnenteleskop Lunt ST 60/500 LS60T Ha B600 Es hat eine Öffnung von 60mm und eine Brennweite von 500mm. Als Aufnahmekamera verwende ich überwiegend eine Imaging Source DMK 41 AU02.AS USB, teilweise mit 2x Barlowlinse 1,25`` von Celestron. Gegenüber einer DSLP, mit der man am Lunt problemlos in den Focus kommt, bietet die DMK die Möglichkeit durch Filmaufnahmen sehr viele Frames in kurzer Zeit aufzunehmen. Da es sich um eine SW-Kamera handelt, ist die nachfolgende Bildbearbeitung auch wesentlich einfacher als bei einer DSLR.
Als Aufnahmesoftware verwende ich das der Kamera beiliegende IC-Capture. Sonnenoberfläche sowie Protuberanzen nehme ich getrennt voneinander auf. Bei der Oberfläche kommen oft Belichtungszeiten von 1/1000 Sekunde und bei den Protuberanzen, je nach Stärke Belichtungszeiten von 1/8 bis 1/32 Sekunden. Die Kameraverstärkung stelle ich nach Möglichkeit nicht größer als 500. Ich nehme meistens so zwischen 500 und 1000 Bilder pro Film auf.
Diese einzelnen Filme stacke ich dann in Avistack 2 oder Registax 6. Registax ist dafür etwas besser geeignet, allerdings muss ich bei einigen Filmen auf Avistack zurück greifen, da Registax bei einem Fehler im Film (Codec), diesen Film dann verweigert.
Das Ergebnis eines jeden Film-Stacks schärfe ich dann mit dem Wavelet-Filter in Registax. Weiter geht es dann in Photoshop. Zunächst werden die Bilder (Protuberanz und Oberfläche) noch einmal mit dem Hochpassfilter geschärft. Nach dem Schärfen, werden die Bilder eingefärbt (Abbildung 1).

Dazu erstelle ich eine neue Einstellungsebene Tonwertkorrektur und verschiebe die Regler der Farben einzeln. Bei Rot schiebe ich den rechten Schieber etwas nach links. Bei grün und blau schiebe ich den linken Schieber etwas nach rechts, so dass eine gelb-orange Färbung entsteht (Abbildung 2).

Ich färbe Oberfläche und Protuberanzen getrennt, so kann ich mit zwei unterschiedlichen Farben arbeiten (Abbildung 3). Mit der Schnellauswahl wähle ich den Hintergrund (Weltall, dunkler Bereich) im Bild mit der Oberflächenstruktur aus. Anschließend kehre ich die Auswahl um und verbessere die Auswahlkante, siehe Abbildung 4 + 5.

Die Auswahl wird mit STRG+C in das Bild mit der Protuberanz durch STRG+V eingefügt, sowie deckungsgleich positioniert (Abbildung 6).

Zum Schluss folgt noch eine leichte Anpassung mit der Einstellungsebene Tonwertkorrektur (Abbildung 7) – fertig.

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