Deep Sky - Bildbearbeitung Teil 1

Schlechte Wetterbedingungen kennt jeder Astrofotograf – aber was hier in der letzten Zeit abgeht (Dez. 2013) ist nicht mehr schön. Trotzdem möchte ich Ihnen zeigen, wie ich meine DS (Deep Sky) Bilder erstelle und bearbeite. Viele Infos davon gibt es auch schon in meinen Büchern, aber aktuelles ist sicherlich viel interessanter.

Weihnachten 2013 – Genau: Der 1. Weihnachtstag um 21.00 Uhr. Gerade nach einem Regenschauer klarte es kurz auf und ich begann das Programm NEX-Remote einzurichten. Fotos wollte ich nicht machen, hatte aber die Kamera für die Einrichtung des Programms ans Teleskop angeschlossen. Nun gut… ich habe sie für zwei Stunden einfach mitlaufen lassen. Die Bedingungen waren wie immer, am Rande der Stadt im Industriegebiet, recht mies. Deshalb nutze ich sehr oft, auch diesmal, den Hutec IDAS LP2 Filter (IDAS LPS P2 Nebelfilter - 2" Filter für die Deep Sky Fotografie).

Um die vielen Details des Weltraums, mit einfachen Amateur Möglichkeiten von der Erde aus im Bild festhalten zu können, arbeite ich (und auch andere Astrofotografen) mit einem „kleinen Trick“. Es werden viele Aufnahmen über einen langen Zeitraum aufgenommen und dann mit einer entsprechenden Software am Computer zu einem Bild zusammen gefügt (überlagert / gestackt).

Abbildung 1 zeigt das in der Canon EOS 60Da (am TS APO 115/800 mit Korrektor 0,79x) entstandene RAW-Bild. Einzelbild, Belichtungszeit 360 Sekunden bei ISO 800. (Nachfolgend wurden 20 solcher Aufnahmen angefertigt.)

Unten: Abbildung 2. Die aufgenommenen RAW-Bilder habe ich anschließend in Lightroom 4 entwickelt um den Weißabgleich entsprechend anzupassen.

Weiter mit Teil 2 …